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 Förderprogramme Energie 

BioEffizienz-Dorf Hessen 2010 - 2012
Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer Energien im ländlichen Raum

  • Grafik und Download der Info-Broschüre 'BioEffizienz-Dorf Hessen 2010 - 2012'
  • Wettbewerb des Landes Hessen
  • Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat Anfang 2010 den Wettbewerb "Bioeffizienz-Dorf Hessen 2010-2012" ins Leben gerufen.
  • Der Wettbewerb richtete sich an Dörfer und Ortsteile mit weniger als 1.000 Einwohnern, die sich in besonderem Maße zur Steigerung der Energie-Effizienz einsetzen möchten und den Anteil an der Energieversorgung durch Erneuerbare Energien steigern möchten.
  • Dabei wird im Schwerpunkt die Dämmung, der Austausch von fossil betriebenen Heizkesseln gegen moderne Holzheizungen (Pellet- und Scheitholz-Vergaserkessel), solarthermische Anlagen sowie Maßnahmen  zur  Reduzierung  des  Stromverbrauchs
  • von privaten Wohngebäuden durch das Land Hessen finanziell gefördert. Ziel ist es, dass System Haus effizienter zu machen und Wärmeenergie und Strom in der Größenordnung von 20-30 % einzusparen.
  • Die Hauseigentümer in den teilnehmenden Dörfern bzw. Ortsteilen erhalten hierfür, neben der Bundesförderung durch die KfW und des BAFA, vom Land Hessen eine Sonderförderung in Höhe von bis zu 6.500 €. Zusätzlich werden die Hauseigentümer in Workshops von Experten über Heizungssysteme, Wärmedämmung und Stromeffizienz intensiv informiert. Darüber hinaus werden individuelle Energie-Vor-Ort Beratungen durch zertifizierte Energieberater durchgeführt. Hier werden individuelle Maßnahmen für jedes untersuchte Gebäude vorschlagen und diese auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht.
  • Neben der monetären Förderung sollen die Workshops die Hauseigentümer unterstützen, sich mit den Energiethemen vertraut zu machen und sich über die häufig komplexe Technik unabhängig informieren zu können. In Verbindung mit der Energie-Vor-Ort-Beratung soll dies als Entscheidungsgrundlage für Umsetzung der Maßnahmen für die Hauseigentümer dienen.
  • In der Wettbewerbs- und Bewerbungsphase fanden drei zentrale Veranstaltungen, je eine in Nord-, Mittel- und Südhessen, zur Information von Vertretern der Landkreise, Kommunen, Energiebeauftragten und weiteren Multiplikatoren statt. In zahlreichen, darauf folgenden Abendveranstaltungen wurde das Projekt interessierten Dörfern und Ortsteilen den Hauseigentümern vorgestellt. Daraus resultierten rund zehn ambitionierte Bewerbungen. Das Land Hessen hat daraus die viel versprechendsten Bewerber ausgewählt.
  • Am 05.11.2010 hat die Ministerin des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Frau Lucia Puttrich, die drei Gewinner des Wettbewerbs offiziell bekanntgegeben:
  • Zum einen sind es die nordhessischen Ortsteile Armsfeld und Frebershausen der Stadt Bad Wildungen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) als auch die osthessische Gemeinde Ebersburg mit dem Ortsteil Ebersberg (Landkreis Fulda). Der Dritte ausgewählte Ortsteil ist Wald-Amorbach der Stadt Breuberg in Südhessen.
  • Um eine fachlich abgesicherte Entscheidung treffen zu können, welche Investitions-Maßnahmen unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimal sind, ist es für die teilnehmenden Hausbesitzer obligatorisch, dass individuelle Energieberatungen durchgeführt werden.
  • Die durch das BAFA zertifizierten Berater untersuchen vor Ort neben der Gebäudehülle auch das vorhandene Heizungssystem und geben individuelle Hinweise und Empfehlungen für darüber hinaus gehende Effizienzsteigerungsmaßnahmen für das "System Haus". In einem Bericht werden alle betrachteten Maßnahmen auf deren Wirtschaftlichkeit untersucht und daraus individuelle Empfehlungen abgeleitet. Danach können die Hauseigentümer mit Angebotseinholungen sowie der Beauftragung von Handwerkern beginnen und die Investitionsmaßnahmen umsetzen.
  • Für die Umsetzung des Projektes ist es wichtig, dass die Hauseigentümer Ansprechpartner vor Ort haben. Dafür sind beim BioEffizienz-Dorf die sogenannten Projektteams verantwortlich. Sie bestehen aus Vertretern der Gemeinde und engagierten Bürgern und sollen einerseits die Organisation von Workshops und anderen Veranstaltungen übernehmen, als auch als Multiplikatoren Informationen weitergeben sowie mögliche Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und die externen Fachberater hierauf hinzuweisen.
  • In diesem Projekt übernimmt die hessenENERGIE die fachliche Begleitung im Zusammenhang mit der Gewährung der Förderung des Landes Hessen und die Rolle des Koordinators zwischen den Projektbeteiligten. Dabei gilt es, die fachliche Qualität der Workshops sicher zu stellen und als zentraler Ansprechpartner im Auftrag des Landes Hessen für die Kommunen und Hauseigentümer zur Verfügung zu stehen.
  • Im ersten Workshop wurden die Unterschiede, Vor- und Nachteile verschiedener Energieträger erläutert, wichtige Fachbegriffe der Energietechnik erläutert sowie beispielhafte Berechnungen vorgestellt, wie Wohngebäude ökologisch und gleichzeitig kostengünstig beheizt werden können.
  • Rechts nebenstehend können Sie die zugehörigen Vorträge, als PDF-Datei herunterladen.
  • Ziel dieses Workshops ist die Vorstellung verschiedener Dämmmaterialien und deren individuellen Vor- und Nachteile, sowie welche Details bei der Gebäudedämmung zu beachten sind, um ein angenehmes Raumklima sicherzustellen.
  • Rechts nebenstehend können Sie den zugehörigen Vortrag, als PDF-Datei herunterladen.
  • Beim Thema Anlagentechnik wird über verschiedene Wärmeerzeuger (Öl, Gas, WP), sowie Wärmeverteilsysteme informiert. Der hydraulische Abgleich sowie die korrekte Einstellung von Heizungssystemen wird an Hand von Beispielen anschaulich erklärt, so dass die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, selbst gewisse Einstellungen zur Optimierung des Heizungssystems vorzunehmen.
  • Rechts nebenstehend können Sie die zugehörigen Vorträge und Unterlagen, als PDF-Datei herunterladen.
  • Der Workshop Stromeffizienz widmet sich anschaulich den Themen Beleuchtung, modernen Kühl- und Gefriergeräten sowie den Stand-By-Verlusten und soll aufzeigen, wie mit begrenztem finanziellem Aufwand deutliche Einsparungen erreicht werden können.